Zum Hintergrund von PeriPREVENT
Täglich werden Kontrastmittel für diagnostische Zwecke eingesetzt. Dabei stellt sich seit langem die Frage, ob und wenn ja, inwieweit es einen Zusammenhang gibt zwischen dem verabreichten Kontrastmittel und in der Folge auftretenden Nierenschäden. In der PeriPREVENT-Studie wird eine kontrastmittelsparende Strategie erprobt, indem bei der Hälfte der teilnehmenden Patienten CO2 anstelle eines jodhaltigen Kontrastmittels für die Darstellung der Gefäße im Rahmen von Angiographien der unteren Extremitäten verwendet wird.
Die Studie fokussiert auf meist ältere Patientinnen und Patienten mit Durchblutungsstörungen in den Beinen, bei denen eine Angiographie/Intervention geplant ist und die bereits ein erhöhtes Risiko für die Verschlechterung der Nierenfunktion haben (CA-AKI>5).
Insgesamt sollen 1.960 Patienten an der Studie teilnehmen. Die Patienten werden im Verhältnis 1:1 entweder in die Interventionsgruppe mit der kontrastmittelsparenden Strategie oder in die Kontrollgruppe randomisiert.
Nach der Intervention werden sowohl in der ersten Woche als auch nach drei Monaten die eGFR-Werte sowie weitere Parameter von allen Patienten erhoben, um die Auswirkungen auf die Nierenfunktion zu überprüfen.
Ein Jahr nach der Intervention werden die Patienten telefonisch kontaktiert, um den Gesundheitszustand zu erheben.
